20 GEIGEN AUF ST.PAULI

 
Ein Film von Barbara Metzlaff und Alexandra Gramatke
DVD, D 2011, 76 Min., 16:9 Pal, Farbe, FSK ab 0 Jahre


Wie gelingt es dem Musiker Gino Romero Ramirez, Kinder für das Geigenspielen zu begeistern?
Drei Jahre lang begleitet der Film eine Grundschulklasse in St. Pauli und im Verein Musica Altona.
Erzählt wird die spannende Geschichte eines engagierten Lehrers, der mit seiner Liebe zur Musik und zu seinen Schülern ihren Lerneifer weckt – vom ersten schrägen Ton bis zum gemeinsamen Konzert.



Die Kinder einer Grundschule auf St. Pauli bekommen im zweiten Schuljahr ein neues Unterrichtsfach: Bei dem Musiker Gino Romero Ramirez lernt die ganze Klasse Geige spielen. Ein Instrument, mit dem die Kinder des armen Stadtteils sonst wohl kaum in Berührung kämen. Privaten Unterricht können oder wollen die meisten Eltern nicht bezahlen. Das Projekt ist in Hamburg einmalig. Die Schule finanziert es mit Spendengeldern.

Gino Romero Ramirez kam als junger Mann aus Kolumbien nach Europa, um Musik zu studieren. Lange Zeit lebte er mit der Angst vor der Abschiebung, jetzt hat er einen deutschen Pass und unterrichtet Geige von der 2.– 4. Klasse. Er ist auf St. Pauli heimisch geworden.

Der Film begleitet die Schüler und ihren Lehrer drei Jahre lang. Der Unterricht selbst, die Beschäftigung mit Musik, Fortschritte und Bemühungen der Kinder stehen im Mittelpunkt. Wie schafft es ein Musiker, diese Kinder für ein so schwieriges Instrument wie die Geige zu begeistern und drei Jahre lang bei der Stange zu halten?
Gino Ramirez‘ Ziel ist nicht, Geigenvirtuosen heranzuziehen oder auf ein einziges spektakuläres Event hinzuarbeiten. Er möchte seine eigene Liebe zur Musik auf die Schüler übertragen. Das gelingt ihm – mit starken Nerven, Geduld und Humor. Weil die Kinder den Lehrer so gerne mögen, lernen sie tatsächlich Geige spielen und haben Freude daran.

Buch und Regie: Alexandra Gramatke und Barbara Metzlaff
Kamera: Barbara Metzlaff
Montage: Maria Hemmleb
Ton: Alexandra Gramatke
Produktion: thede Filmproduktion

gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
und unterstützt von der Baumgart Stiftung und der Paul- und Helmi-Nitsch-Stiftung

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